Überall auf der Welt werden Frauen, in verschiedenster Form angegriffen.
Auch in Deutschland steigt Tag für Tag die Anzahl der Fälle mit Gewalt an der Frau und Frauenmorden. Laut Statistik des Bundeskriminalamtes gab es im vergangenen Jahr mehr als 100 tausend Personen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt waren. Der weitaus größte Teil der betroffenen Opfer waren Frauen.

Gewalt an der Frau ist gesellschaftlich, als auch politisch. Die Mission, welche dem männlichen Geschlecht auferlegt wird und die sich demnach formierende Gesellschaft, nährt die Neigung zu Gewalt an der Frau.
Die massenhaften sexuellen Übergriffe letztes Jahr an Sylvester in Köln, die Vergewaltigung und Tötung der Medizinstudentin Maria L., die vor den Augen ihres 2 jährigen Kindes mit einer Schlinge um den Hals gefesselt hinter einem Wagen geschliffene Kader K. sind nur einige von diesen Frauen.
Die Situation von Flüchtlingsfrauen wird in den Statistiken gänzlich ignoriert.
In der Türkei ist der Stand noch mal so schlimm.

Die Frauenfeindliche AKP-Palast-Diktatur hat mit über den Ausruf des Ausnahmezustandes, jeden zur Zielscheibe gemacht, welcher nicht ihres gleichen sind.

Frauenvereine wurden geschlossen, unsere HDP Vorsitzenden, also auch unsere HDP CO Vorsitzende und viele weitere Abgeordnete, unter ihnen viele Frauen wurden festgenommen. Regionale Führungsstellen, die meist von Frauen geleitet wurden, wurden angegriffen.
Die Anzahl von sexuellen Übergriffen, Vergewaltigungen, Gewalt an der Frau, Frauenmorden, Transgendermorden nehmen jeden Tag zu. Die AKP ermutigt Täter zu Gewalt an der Frau und arbeitet daran es zur Norm zu erklären. Gezielt führt die AKP Regierung eine Politik, in der sie es sich zum Ziel gemacht hat, über das Frauenbild, die bestehende Gesellschaftsform zu brechen.

Mit ihrer rassistischen, homophoben und transphoben Politik hetzen sie mit Hasstiraden.
In der Regierungszeit der AKP fanden von 2002 bis Januar 2017 insgesamt 14 tausend 293 Morde statt.
Wir müssen gemeinsam den Widerstand gegen die AKP faschistische Diktatur und ihre uneingeschränkten Angriffe und Morde erheben; welche sich über die Vereinheitlichung bestimmt und so den Lebensraum der Frauen wegnimmt und die Frau zum Objekt macht.

Wie allseits bekannt, wird am 16. April der Volksentscheid stattfinden, welcher die Änderungen im Grundgesetz zu einem Präsidialsystem den Weg ebnen soll.
Seit Beginn ihrer Regierungszeit hat die AKP Regierung mit frauenfeindlichen Gesetzen und allgemeiner Frauenfeindlichkeit daran gearbeitet, die Frauen an den Rand der Gesellschaft zu drängen.

Diese rückständige-faschistische AKP-Gesinnung, beabsichtigt mit diesem Volksentscheid gänzlich die Frauen aus der Gesellschaft zu tilgen, sie zu ignorieren und sie zu einem “Brutkasten“ zu verwandeln, im Hause einzusperren. Wir Frauen werden uns durch diese politischen Volksmorde, mit all ihren Operationen, welche gegen allen oppositionellen Stimmen und insbesondere gegen das kurdische Volk gerichtet sind, nicht beugen sondern mit aller Kraft widerstehen.

Um der wachsenden Frauenfeindlichkeit „STOP!“ zu sagen, dem Ausnahmezustand ein Ende zu setzen, um uns gegen das Erdoğan-Grundgesetz und der Ein-Mann-Regierung zu vermehren und um unsere Zukunft gemeinsam zu gestalten und für sie Initiative zu ergreifen, müssen wir beim Volksentscheid „NEIN!“ sagen.

Da wir daran arbeiten uns von Staat, Vater, Ehemann und Mann zu befreien, sagen wir gegen die aufgezwungene Ein-Mann-Regierung, gegen das ignorieren des weiblichen Körpers, gegen die Kriegsführung über den als Mittel zum Zweck ausgebeuteten Körper von Frauen NEIN!

Um zu Hause, auf der Straße, in der Arbeit und überall in unserer Lebenswelt frei und gleichberechtigt sein zu können sagen wir NEIN!

Weil wir ein Ende des Ausnahmezustands und seiner Sondergesetze, sowie der Unterdrückung der kurdischen Vertreter*Innen und der Besetzung der kurdischen Verwaltungen fordern, sagen wir NEIN!

Für ein Ende und Zusammenbruch des unheilvollen Bündnisses von AKP-MHP und für eine demokratische Lösung für den Konflikt zwischen der türkischen Regierung und dem kurdischen Volk, sagen wir NEIN!

Für ein Ende des Ausnahmezustandes und der Ausnahmegesetze, für demokratische Lebensverhältnisse, sagen wir NEIN!

Wegen der Inhaftierung von HDP-, DBP-Vertreterinnen und revolutionären Sozialistinnen, Demokratinnen, Journalistinnen und vielen Frauen aus anderen Berufsgruppen, sagen wir NEIN!

Und erklären uns mit diesen Gefangenen solidarisch!

Diesem neuen Grundgesetz, welches keine der bestehenden Probleme löst, indem unsere gesellschaftlichen und individuellen Rechte und Freiheiten nicht verankert sind, werden wir nicht zustimmen.

Wir rufen alle in Europa lebenden Frauen dazu auf, für sich und für die Zukunft ihrer Kinder NEIN! zu sagen!

Vorstand HDK- Deutschland